Impulse

Die etwas andere Fastenkur
fĂŒr Ihr Gesundes Selbstmanagement

Das Wort „Fasten“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen „vaste“ fĂŒr „fest“, „befestigen“. Wer fastet, der reinigt Körper und Seele. Er befestigt sich und trĂ€gt so durch den zeitlich begrenzten Verzicht zu seiner StabilitĂ€t bei. Denn: Die Unterbrechung der Gewohnheiten schafft Raum fĂŒr einen bewussteren Umgang mit sich. Dieses Mittel der Selbsterkenntnis könnten auch Sie nutzen. Mit der etwas anderen Fastenkur lade ich Sie ein, sich kleine Auszeiten von Denk-, GefĂŒhls- und Verhaltensgewohnheiten zu nehmen. Sechs Wochen lang. Jede Woche ein anderes Fastenprogramm.  Starten Sie Ihre Fastenkur mit einer
1) Selbstzweifel-DiÀt
Und so könnte es dann die nÀchsten Wochen weitergehen:
2) Steh-Enthaltsamkeit
3) Mecker-Fasten
4) Schreib-Schonkost
5) Muss-Sparen
6) Routine-Verzicht
Und jetzt noch zum Fastenende:
7) Aus dem Vollen schöpfen
Die Wirkung? Probieren Sie es doch einfach aus und lassen sich ĂŒberraschen, wozu fasten fĂŒr Sie gut ist. Berichten Sie mir gerne davon.
Ich freue mich darauf!

 

Standhaft beim „Nein“ bleiben – von Profis lernen

Sie haben sich entschieden: Nein! Sie stehen nicht mehr als ErfĂŒllungsgehilfe, MĂŒlleimer oder Feuerwehr zur VerfĂŒgung. Das hatten Sie sich fest vorgenommen. Sie sagen das deutlich. Erstaunlicherweise dringt das nicht zu Ihrem GegenĂŒber durch. Mit diesen 3 einfachen Lektionen werden Sie zum Standpunktsieger.

 

„Nein“ sagen – 10 Tipps fĂŒr klare Grenzen

Purer Egoismus ist der Spaltpilz fĂŒr ein harmonisches Zusammenleben. Schließlich sind wir als soziale Wesen aufeinander angewiesen, was von jedem ein Mindestmaß an Hilfsbereitschaft, RĂŒcksichtnahme und EinfĂŒhlungsvermögen verlangt. Bisweilen lassen wir uns aber zu sehr fĂŒr die Rolle des allzeit bereiten KĂŒmmerers vereinnahmen. Und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem es reicht: Der Schutzmechanismus springt an. Doch wie bekommt man die eigenen WĂŒnsche klar? Wie nimmt man sie ernst und ĂŒbersetzt sie in charmante Grenzziehungen? Mit diesen Tipps fĂ€llt es Ihnen leichter, das erschöpfende Anzapfen der eigenen Energien zu beenden.

 

Ärgern Sie sich doch lieber effizienter!

„Mensch, lass Dich doch nicht Ă€rgern! Jetzt reg Dich nicht so auf!
Komm mal wieder runter!“

Das ist oft leichter gesagt als getan, insbesondere dann, wenn…
der Sohn mal wieder seine schmutzigen Socken im Zimmer verstreut hat, der Chef das Meeting ausgerechnet heute so spĂ€t ansetzt, der Kollege die Abmachung nicht eingehalten hat, der Bus einem vor der Nase wegfĂ€hrt, der Stau…, der Fleck auf der Bluse…, der PC…
Wie das trotzdem gehen kann? Lesen Sie hier weiter…

 

Geistige FlexibilitĂ€t – ein Experiment

Vielleicht haben Sie ja Lust, nicht nur Ihre eigenen, sondern auch die Denkgewohnheiten im Team oder die Ihrer Kollegen in Bewegung zu bringen.
Viel Spaß mit dem Experiment!

 

Wie sind die Menschen in dieser Stadt?

Vor den mĂ€chtigen Toren einer Stadt hielt der TorwĂ€chter Wacht ĂŒber alle Besucher und ĂŒber die Einwohner der Stadt. Eines Tages kam ein Wanderer an die Tore und machte Rast. Als der TorwĂ€chter auf ihn zutrat, fragte er ihn: „Wie sind denn die Menschen in dieser Stadt?“ Daraufhin fragte ihn dieser: „Sag Du mir erst Wanderer, wie sind denn die Menschen in der letzten Stadt, in der Du warst, gewesen?“ „Oh“, sagte der Wanderer, „fĂŒrchterlich halsstarrig, sie wollten nichts lernen.“ „Dann“, erwiderte der TorwĂ€chter, „muss ich Dich enttĂ€uschen, die Menschen in dieser Stadt sind ganz genau so.“ Da beendete der Wanderer seine Mahlzeit und machte sich wieder auf den Weg, ohne die Stadt zu betreten.

Nicht lange danach rastete wieder ein Wanderer im Schatten der Tore und fragte den TorwĂ€chter ĂŒber die Menschen der Stadt. Auch diesem antwortete der TorwĂ€chter mit der Frage: „Sage Du mir erst Wanderer, wie sind denn die Menschen dort gewesen, wo Du herkommst?“ „Oh“, sagte der Wanderer, „wundervolle, anspruchsvolle, wissbegierige und diskussionsfreudige Menschen.“ „Dann“, erwiderte diesem Wanderer der TorwĂ€chter, „kannst Du Dich freuen, die Menschen in dieser Stadt sind ganz genau so.“

Wie sind denn die Menschen in Ihrem Unternehmen und in Ihrem Umfeld?

 

Wie ich ein Fisch wurde

Kurz bevor die letzten KrĂ€fte mich verließen,
fiel mir ein, was man mich einst gelehrt:
Nur wer sich verĂ€ndert, den wird nicht verdrießen –
die VerÀnderung, die seine Welt erfÀhrt.
Leben heißt: sich ohne Ende wandeln.
Wer am alten hÀngt, der wird nicht alt.
So entschloss ich mich, sofort zu handeln,
und das Wasser schien mir nicht mehr kalt.
(GĂŒnter Kunert)

 

Stille

Ein Mönch hatte sich in die Einsamkeit zurĂŒckgezogen, um sich fern vom lĂ€rmenden Leben ganz der Meditation und dem Gebet widmen zu können.
Einmal kam ein Wanderer zu seiner Einsiedelei und bat ihn um etwas Wasser.
Der Mönch ging mit ihm zur Zisterne.
Dankbar trank der Fremde den ihm gereichten Becher leer und fragte dann:
„Sag mir, welchen Sinn siehst du in deinem Leben in der Stille?“
Der Mönch wies mit einer Geste auf das aufgewĂŒhlte Wasser und antwortete: „Schau in die Zisterne. Was siehst du?“
Der Wanderer blickte hinein, hob dann den Kopf und sagte: „Ich sehe nichts.“
Nach einer kleinen Weile forderte der Mönch ihn nochmal auf:
„Schau in das Wasser der Zisterne. Was siehst du jetzt?“
Noch einmal blickte der Fremde auf das Wasser und antwortete:
„Jetzt sehe ich mich selber!“
„Damit ist deine Frage beantwortet“, erklĂ€rte der Mönch. „Als du zum ersten Mal in die Zisterne schautest, war das Wasser vom Schöpfen unruhig, und du konntest nichts erkennen. Jetzt ist das Wasser ruhig – und das ist die Erfahrung der Stille. Man sieht und erkennt sich selbst!“
(Zen-Geschichte)

 

Beppo, der Straßenkehrer

In Wirklichkeit hatte er wohl einen anderen Namen, aber da er von Beruf Straßenkehrer war und alle ihn auch so nannten, nannte er sich selbst auch so.
Er fuhr jeden Morgen, lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen GebĂ€ude. Dort wartete er in dem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte.
Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und grĂŒndlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit.
Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich.
Schritt – Atemzug – Besenstrich. Schritt – Atemzug – Besenstrich.
Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging er weiter: Schritt – Atemzug – Besenstrich.
WĂ€hrend er sich so dahin bewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte – Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen, wie ein bestimmter Duft, an den man sich gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man getrĂ€umt hat. Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklĂ€rte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art und Weise zuhörte, löste sich seine Zunge und er fand die richtigen Worte.
„Siehst Du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, sie ist schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“ Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort:
„Und dann fĂ€ngt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man das nicht machen.“
Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst Du? Man muss nur an den nĂ€chsten Schritt denken, an den nĂ€chsten Atemzug, an den nĂ€chsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nĂ€chsten.“
Wieder hielt er inne und ĂŒberlegte, ehe er hinzufĂŒgte: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt fĂŒr Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie und man ist nicht außer Puste:“
Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig!“

 

Wer sich verĂ€ndert …

  • hat nichts getaugt!
  • weiß nicht, was er will.
  • passt sich flexibel an neue Gegebenheiten an.
  • wirft BewĂ€hrtes ĂŒber Bord und hĂ€lt nichts von BestĂ€ndigkeit.
  • erkennt den Geist der Zeit.
  • sucht nach Verbesserungen.
  • dreht sein FĂ€hnchen nach dem Wind.
  • entwickelt sich weiter.
  • springt auf jedes neue Pferd auf.
  • stellt sich immer wieder selbst auf den PrĂŒfstand.
  • bietet AngriffsflĂ€che.
  • investiert in sich selbst.
  • verlĂ€sst sicheres Terrain und geht schwer kalkulierbare Risiken ein.
  • macht Fortschritt möglich.
  • entscheidet sich fĂŒr das Weiterlernen.
  • beweist Mut und kann mit Unsicherheit umgehen.

Welche Überzeugung haben Sie?
Wie gehen Sie mit VerÀnderungen um?