Impulse

3 Wege, aus einem Gedankenkarussell auszusteigen

Wenn die inneren Stimmen überhand nehmen und nicht (mehr) förderlich sind, haben Sie grundsätzlich 3 Möglichkeiten, Chef in Ihrem Kopf zu bleiben. Diese wirken als Musterunterbrechungen und tragen zu einem inneren Abstand bei. Damit sichern Sie sich Ihre Handlungsfähigkeit wie auch Ihren Schlaf.

Der Wert einer Viertelstunde

Haben Sie auch so eine ‚Ich-müsste-unbedingt-Aufgabe‘ auf dem Tisch? Eine, die lästig, unangenehm oder langweilig ist, aber trotzdem sein muss. Je früher, desto besser! Bei mir ist es Buchhaltung – Belege, die sich stapeln – und die Hürde anzufangen, wird immer größer…
Das kostet Aufmerksamkeit, weil Sie sich ständig daran erinnern, dass Sie es immer noch nicht getan haben. Damit frisst das ständige Aufschieben unnötig Energie, manchmal sogar Selbstwert.

Deswegen:
Die 15min-Häppchen-Technik für Ihr gesundes Selbstmanagement
Stellen Sie sich einen Wecker – 15 Minuten lang. Und dann (gleich noch nicht jetzt:-)) nehmen Sie die Aufgabe in Angriff – nur für die nächste Viertelstunde. Versprochen! Sind Sie früher fertig, haben Sie die restliche Zeit Pause. Dauert es länger, hören Sie in jedem Fall nach 15 min auf. Lassen Sie den damit schon einmal angefahrenen Zug heute kurz vor Feierabend, morgen oder zu einem anderen Zeitpunkt einfach weiter rollen… im 15-Minuten-Takt.

Die Konsequenz: Erfolge – auch solche kleinen – sind Dopamin für Ihr Gehirn. Dieses Glückshormon, das für Ihr Wohlgefühl im Anschluss sorgt, kann süchtig machen, d.h. Ihr System will mehr von dieser Belohnung. Außerdem lernt es: „War doch gar nicht so schlimm!“ und lässt sich das nächste Mal leichter überzeugen, einfach anzufangen oder dort weiterzumachen, wo Sie das letzte Mal aufgehört haben.
Also: Was machen Sie die nächste Viertelstunde? Los geht’s – jetzt!

Die etwas andere Fastenkur
für Ihr Gesundes Selbstmanagement

Das Wort „Fasten“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen „vaste“ für „fest“, „befestigen“. Wer fastet, der reinigt Körper und Seele. Er befestigt sich und trägt so durch den zeitlich begrenzten Verzicht zu seiner Stabilität bei. Denn: Die Unterbrechung der Gewohnheiten schafft Raum für einen bewussteren Umgang mit sich. Dieses Mittel der Selbsterkenntnis könnten auch Sie nutzen. Mit der etwas anderen Fastenkur lade ich Sie ein, sich kleine Auszeiten von Denk-, Gefühls- und Verhaltensgewohnheiten zu nehmen. Sechs Wochen lang. Jede Woche ein anderes Fastenprogramm.  Starten Sie Ihre Fastenkur mit einer
1) Selbstzweifel-Diät
Und so könnte es dann die nächsten Wochen weitergehen:
2) Steh-Enthaltsamkeit
3) Mecker-Fasten
4) Schreib-Schonkost
5) Muss-Sparen
6) Routine-Verzicht
Und jetzt noch zum Fastenende:
7) Aus dem Vollen schöpfen
Die Wirkung? Probieren Sie es doch einfach aus und lassen sich überraschen, wozu fasten für Sie gut ist. Berichten Sie mir gerne davon.
Ich freue mich darauf!

Standhaft beim „Nein“ bleiben – von Profis lernen

Sie haben sich entschieden: Nein! Sie stehen nicht mehr als Erfüllungsgehilfe, Mülleimer oder Feuerwehr zur Verfügung. Das hatten Sie sich fest vorgenommen. Sie sagen das deutlich. Erstaunlicherweise dringt das nicht zu Ihrem Gegenüber durch. Mit diesen 3 einfachen Lektionen werden Sie zum Standpunktsieger.

„Nein“ sagen – 10 Tipps für klare Grenzen

Purer Egoismus ist der Spaltpilz für ein harmonisches Zusammenleben. Schließlich sind wir als soziale Wesen aufeinander angewiesen, was von jedem ein Mindestmaß an Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen verlangt. Bisweilen lassen wir uns aber zu sehr für die Rolle des allzeit bereiten Kümmerers vereinnahmen. Und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem es reicht: Der Schutzmechanismus springt an. Doch wie bekommt man die eigenen Wünsche klar? Wie nimmt man sie ernst und übersetzt sie in charmante Grenzziehungen? Mit diesen Tipps fällt es Ihnen leichter, das erschöpfende Anzapfen der eigenen Energien zu beenden.

Ärgern Sie sich doch lieber effizienter!

„Mensch, lass Dich doch nicht ärgern! Jetzt reg Dich nicht so auf!
Komm mal wieder runter!“

Das ist oft leichter gesagt als getan, insbesondere dann, wenn…
der Sohn mal wieder seine schmutzigen Socken im Zimmer verstreut hat, der Chef das Meeting ausgerechnet heute so spät ansetzt, der Kollege die Abmachung nicht eingehalten hat, der Bus einem vor der Nase wegfährt, der Stau…, der Fleck auf der Bluse…, der PC…
Wie das trotzdem gehen kann? Lesen Sie hier weiter…

Geistige Flexibilität – ein Experiment

Vielleicht haben Sie ja Lust, nicht nur Ihre eigenen, sondern auch die Denkgewohnheiten im Team oder die Ihrer Kollegen in Bewegung zu bringen.
Viel Spaß mit dem Experiment!

Wie sind die Menschen in dieser Stadt?

Vor den mächtigen Toren einer Stadt hielt der Torwächter Wacht über alle Besucher und über die Einwohner der Stadt. Eines Tages kam ein Wanderer an die Tore und machte Rast. Als der Torwächter auf ihn zutrat, fragte er ihn: „Wie sind denn die Menschen in dieser Stadt?“ Daraufhin fragte ihn dieser: „Sag Du mir erst Wanderer, wie sind denn die Menschen in der letzten Stadt, in der Du warst, gewesen?“ „Oh“, sagte der Wanderer, „fürchterlich halsstarrig, sie wollten nichts lernen.“ „Dann“, erwiderte der Torwächter, „muss ich Dich enttäuschen, die Menschen in dieser Stadt sind ganz genau so.“ Da beendete der Wanderer seine Mahlzeit und machte sich wieder auf den Weg, ohne die Stadt zu betreten.

Nicht lange danach rastete wieder ein Wanderer im Schatten der Tore und fragte den Torwächter über die Menschen der Stadt. Auch diesem antwortete der Torwächter mit der Frage: „Sage Du mir erst Wanderer, wie sind denn die Menschen dort gewesen, wo Du herkommst?“ „Oh“, sagte der Wanderer, „wundervolle, anspruchsvolle, wissbegierige und diskussionsfreudige Menschen.“ „Dann“, erwiderte diesem Wanderer der Torwächter, „kannst Du Dich freuen, die Menschen in dieser Stadt sind ganz genau so.“

Wie sind denn die Menschen in Ihrem Unternehmen und in Ihrem Umfeld?

Wie ich ein Fisch wurde

Kurz bevor die letzten Kräfte mich verließen,
fiel mir ein, was man mich einst gelehrt:
Nur wer sich verändert, den wird nicht verdrießen –
die Veränderung, die seine Welt erfährt.
Leben heißt: sich ohne Ende wandeln.
Wer am alten hängt, der wird nicht alt.
So entschloss ich mich, sofort zu handeln,
und das Wasser schien mir nicht mehr kalt.
(Günter Kunert)

Stille

Ein Mönch hatte sich in die Einsamkeit zurückgezogen, um sich fern vom lärmenden Leben ganz der Meditation und dem Gebet widmen zu können.
Einmal kam ein Wanderer zu seiner Einsiedelei und bat ihn um etwas Wasser.
Der Mönch ging mit ihm zur Zisterne.
Dankbar trank der Fremde den ihm gereichten Becher leer und fragte dann:
„Sag mir, welchen Sinn siehst du in deinem Leben in der Stille?“
Der Mönch wies mit einer Geste auf das aufgewühlte Wasser und antwortete: „Schau in die Zisterne. Was siehst du?“
Der Wanderer blickte hinein, hob dann den Kopf und sagte: „Ich sehe nichts.“
Nach einer kleinen Weile forderte der Mönch ihn nochmal auf:
„Schau in das Wasser der Zisterne. Was siehst du jetzt?“
Noch einmal blickte der Fremde auf das Wasser und antwortete:
„Jetzt sehe ich mich selber!“
„Damit ist deine Frage beantwortet“, erklärte der Mönch. „Als du zum ersten Mal in die Zisterne schautest, war das Wasser vom Schöpfen unruhig, und du konntest nichts erkennen. Jetzt ist das Wasser ruhig – und das ist die Erfahrung der Stille. Man sieht und erkennt sich selbst!“
(Zen-Geschichte)

Beppo, der Straßenkehrer

In Wirklichkeit hatte er wohl einen anderen Namen, aber da er von Beruf Straßenkehrer war und alle ihn auch so nannten, nannte er sich selbst auch so.
Er fuhr jeden Morgen, lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude. Dort wartete er in dem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte.
Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit.
Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich.
Schritt – Atemzug – Besenstrich. Schritt – Atemzug – Besenstrich.
Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging er weiter: Schritt – Atemzug – Besenstrich.
Während er sich so dahin bewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte – Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen, wie ein bestimmter Duft, an den man sich gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat. Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art und Weise zuhörte, löste sich seine Zunge und er fand die richtigen Worte.
„Siehst Du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, sie ist schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“ Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort:
„Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man das nicht machen.“
Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst Du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“
Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie und man ist nicht außer Puste:“
Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig!“

Wer sich verändert …

  • hat nichts getaugt!
  • weiß nicht, was er will.
  • passt sich flexibel an neue Gegebenheiten an.
  • wirft Bewährtes über Bord und hält nichts von Beständigkeit.
  • erkennt den Geist der Zeit.
  • sucht nach Verbesserungen.
  • dreht sein Fähnchen nach dem Wind.
  • entwickelt sich weiter.
  • springt auf jedes neue Pferd auf.
  • stellt sich immer wieder selbst auf den Prüfstand.
  • bietet Angriffsfläche.
  • investiert in sich selbst.
  • verlässt sicheres Terrain und geht schwer kalkulierbare Risiken ein.
  • macht Fortschritt möglich.
  • entscheidet sich für das Weiterlernen.
  • beweist Mut und kann mit Unsicherheit umgehen.

Welche Überzeugung haben Sie?
Wie gehen Sie mit Veränderungen um?