Führen …

mit dem Mut, zu sich selbst zu stehen

Wie ein Haus braucht auch Führung ein zuverlässiges Fundament.
Nur wenn die Basis auf festen Füßen steht, wird das Gebäude Wind und Wetter standhalten.
Nur wenn Führung sich auf vorgelebte persönliche Werte gründet und damit eine berechenbare Basis für zielgerichtetes Handeln bietet, wird sie die Mitarbeiterproduktivität nachhaltig steigern.
Werteorientierung schaffen und diese Prinzipien auch vorleben – das sind damit die wichtigsten Tugenden der Alltagsritter in Unternehmen. Doch nicht umsonst wurde Rittern in früheren Zeiten Tapferkeit abverlangt. Den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, erfordert immer wieder Mut, z.B.
den Mut, Entscheidungen zu treffen, d.h. zu handeln und Fehler zu riskieren und damit notwendigen Wandel anzustoßen,
den Mut, Unstimmigkeiten und Spannungen im Team frühzeitig anzusprechen, d.h. Klartext zu reden und damit für offene Kommunikation zu sorgen
oder auch den Mut, sich der Kritik der Mitarbeiter zu stellen, d.h. sich selbst in Frage stellen zu lassen und damit eine konstruktive Feedbackkultur zu etablieren.
Und manchmal ist der Mut am wichtigsten, sich der eigenen Kritik zu stellen, bereit zu sein, selbst genau hinauszuschauen, wo meine Reserven stecken, wo ich hinter meinen Ansprüchen zurückbleibe, wo ich Wünsche an mich selber habe, die ich gerade nicht erfülle. Und dann?
Selbstakzeptanz heißt das Zauberwort, mir zuzugestehen, nicht vollkommen zu sein und es auch nicht sein zu müssen, mich trotz der offenen Wünsche wertzuschätzen und mir Theo Schoenakers Merksatz zu Herzen zu nehmen:
„So wie ich bin, bin ich genug!“
Das bringt Sie stärker in Kontakt zu sich selbst und ermöglicht die Handlungsfähigkeit, die den nächsten Schritt erlaubt: eine klare und konstruktive Schlussfolgerung für den nächsten Versuch abzuleiten mit der Idee eines Übenden, der sich auf dem Weg befindet und Schritt für Schritt immer besser wird.